Langlaufen (Skating) als gelenkschonendes Ausdauer- und Ganzkörpertraining

Wolfgang Aigner - Salzburg Trailrunning Festival Team

Ab sofort findet ihr hier regelmäßig persönliche Beiträge zu aktuellen Themen rund um Training und Wettkämpfe – verfasst von unserem Salzburg Trailrunning Festival Running Team. Lasst euch inspirieren, entdeckt neue Wettkämpfe oder holt euch frische Motivation für euer eigenes Training.

Weiter geht's mit Wolfgang, unserem Uphillbegeisterten. Aufgrund einer Knieverletzung gehört laufen nicht mehr zu seiner favorisierten Fortbewegungsart. Doch er hat neben dem Biken im Sommer nun auch das langlaufen für sich entdeckt.

„Warum ist Langlaufen eine so perfekte Alternative für's Laufen?“ 

 

 

 

Ich bin Wolfgang, 53 Jahre – und wenn ich über Wintertraining nachdenke, geht’s mir um drei Dinge: fit bleiben, Abwechslung und Spaß an Bewegung. Im Sommer sitze ich, bedingt auch durch einen Knorpelschaden im Knie, am liebsten auf dem Rad – Rennrad für die langen, gleichmäßigen Einheiten und Mountainbike noch als Abwechslung und Abenteuer dazu. Und im Winter? Da hat sich für mich neben dem Schitourengehen, dem Krafttraining zuhause und dem Hometrainer eine Sportart als echtes Highlight etabliert: Langlaufen in Skating-Technik.
Warum? Weil es genau das liefert, was vielleicht viele von uns im Winter suchen: gelenkschonendes und abwechslungsreiches Ausdauertraining, ein effektives Ganzkörper-Workout – und das Ganze draußen, mitten in der Natur.

Skating-Langlauf: Ausdauer, Kraftausdauer, Technik – alles in einem

Skating ist nicht einfach „ein bisschen gleiten“. Es ist ein Sport, der dich schnell in den Trainingsmodus bringt:

  • Ausdauertraining mit Steuerung: Du kannst locker rollen lassen oder richtig Druck machen – je nach Ziel und Tagesform.
  • Ganzkörpertraining: Beine arbeiten, der Rumpf stabilisiert, Arme und Rücken liefern Vortrieb. Du spürst nach der Einheit, dass du wirklich für den ganzen Körper was gemacht hast.
  • Kraftausdauer inklusive: Und gerade die Kombination aus Schub, Rhythmus und Körperspannung macht Skating zu einem perfekten Winter-Workout.

Und das Beste: Die Bewegung ist rund und fließend. Genau deshalb eignet sich Skating-Langlauf so gut als gelenkschonende Alternative – ohne dass man auf Trainingsqualität verzichten muss.

Draußen sein, Landschaft genießen – und trotzdem „Kilometer machen“

Was ich am Skating besonders mag: Es fühlt sich nicht wie „Pflichtprogramm“ an. Du bist draußen, atmest frische Luft, bist in einer Winterlandschaft unterwegs – und gleichzeitig sammelst du solide Trainingszeit.
Und ja: Man kann dabei richtig Strecke machen. Mit etwas Technik und Rhythmus kommt plötzlich dieses Gefühl von Flow – und dann läuft (oder besser: gleitet) es fast von selbst.

Geschwindigkeit als Bonus: Du baust auch „Speed“ auf

Viele unterschätzen, wie dynamisch Skating sein kann. Durch die mögliche Geschwindigkeit und das aktive Arbeiten entsteht ein Training, das nicht nur Grundlage ist, sondern auch Tempo und Zug mitbringt.

  • längere Einheiten für „Kilometer und Motor“
  • kürzere, knackige Abschnitte für Speed und Intensität
  • perfekter Mix aus Technik + Leistung

Gerade für alle, die sonst laufen, am Rad unterwegs sind oder Triathlon machen, ist das eine geniale Winter-Ergänzung: Du bleibst „spritzig“, ohne dich im Winter durch monotone Einheiten zu schleppen.

Einstieg: schneller als man denkt

Skating schaut leicht aus – aber am Anfang ist es vor allem doch eins: Technik. Aber die Lernkurve ist steil, wenn man ein paar Basics sauber mitnimmt. Ein paar Tipps, ein bisschen Übung – und plötzlich fühlt es sich nicht mehr nach „kämpfen“ an, sondern nach „gleiten“. Und hier würde ich zu Beginn auf jeden Fall empfehlen in ein paar Trainingseinheiten bei einem professionellen Langlauftrainer zu investieren – das zahlt sich definitiv aus.

Fazit

Wenn du im Winter etwas suchst, das Ausdauer und Kraftausdauer verbindet, gelenkschonend ist, als Ganzkörpertraining funktioniert und dir gleichzeitig Natur, Flow und Geschwindigkeit schenkt: Probiere Langlauf in Skatingtechnik.
Für mich ist es die perfekte Ergänzung zum Radfahren im Sommer – und eine Winterlösung, die nicht nur fit macht, sondern richtig Freude bringt.